Leipziger Wasserlandschaften


Der Karl-Heine-Kanal ist ein Flussarm der Weißen Elster. Er zieht sich vom Süden Leipzgs nach Norden. In den letzten Jahren ist der Karl-Heine-Kanal saniert worden und ist seitdem ein beliebtes Ausflugsziel für Einwohner und Touristen.
Der Karl-Heine-Kanal wurde ab 1856 als erster Teil eines projektierten Schifffahrt-Kanals angelegt. Er sollte von der Weißen Elster bis zur Saale reichen. Der Initiator war der Leipziger Rechtsanwalt und Industriepionier Dr. Carl Heine. Mit dem Kanalbau wurde an der Weißen Elster begonnen. Der Aushub des Kanals wurde zur Trockenlegung der Sümpfe in der Elsteraue zwischen Leipzig und Plagwitz genutzt. Die Einweihung des ersten Abschnittes erfolgte am 25. Juni 1864.
Zunächst konnte von Dr. Carl Heine nur den Abschnitt bis zur Zeitzer Eisenbahn fertigstellt werden. Der Abschnitt zwischen Saalfelder und Lützner Straße wurde zwischen 1890 und 1898 durch die Leipziger Westend-Baugesellschaft angelegt.
Die Kanalidee wurde dann erst wieder in den dreißiger Jahren aufgegriffen. 70% der ersten Ausbaustufe wurden bis zum Jahr 1942 fertiggestellt. Der Krieg verhinderte dann engültig die Fertigstellung.
Die Sanierung des Karl-Heine-Kanals begann am 9. Februar 1993. Die Restaurierung des westlichen Abschnitts zwischen Lützner Straße und Saalfelder Straße ist am 17. Februar 1994 abgeschlossen worden. Der neu angelegte 3,2 km lange Fuß- und Radweg am Nord-Ufer des Karl-Heine-Kanals wurde am 16. September 1996 übergeben.
Wer war Karl Haine?
Dr. Karl Erdmann Heine wurde am 10. Januar 1819 in Leipzig geboren.
Er lernte an der Leipziger Thomasschule und studierte danach Jura an der Universität. Carl Heine promovierte über die wirtschaftliche Nutzung von Wasserwegen und deren Ufern nach sächsischem Landesrecht. Anschließend ließ er sich als Rechtsanwalt in Leipzig als nieder. Von 1870 bis zu seinem Tod gehörte Carl Heine dem Sächsischen Landtag an. Er war außerdem Abgeordneter im Leipziger Stadtrat. Im Jahr 1897 wurde Carl Heine von der Stadt Leipzig mit einem Denkmal geehert. Im zweiten Weltkrieg wurde das Denkmal eingeschmolzen und 2001 wieder erneuert. Mehrer Straßen und Plätze sind in leipzig nach Carl Heine benannt worden. Die Erdmannstraße, 1891 die Karl-Heine-Straße und 1904 der Karl-Heine-Platz. Eine Leipziger Berufsschule erhilet im Jahr 2003 den Namen “Karl-Heine-Schule”.
Bootfahren auf dem Karl-Heine-Kanal |
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| Der Karl-Heine-Kanal kann von der Elstereinbindung in Höhe der Nonnenstraße bis zur Lützener Straße mit Booten befahren werden. Auf dieser Strecke überspannen den etwa 2,6 km langen Kanalabschnitt insgesamt 14 Brückenbauwerke. Durch die spürbar verbesserte Wasserqualität ist eine zunehmende gewässertouristische Erschließung zu beobachten. |
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