Flüchtlinge aus Darfur brauchen sofort den schutz der Uno

 
Flüchtlinge in einem Lager im Osten des Tschad © AI

Am 15. März 2010 läuft das Mandat der Uno-Mission im Tschad aus – und die tschadische Regierung will nicht, dass es verlängert wird. Die 250’000 Flüchtlinge aus Darfur, insbesondere Frauen und Kinder, dürfen jedoch nicht schutzlos in den Lagern im Osten Tschads zurück gelassen werden. Amnesty International fordert deshalb den tschadischen Präsidenten Idriss Déby dringend auf, den Antrag auf Rückzug der Uno-Mission zurückzunehmen und mehr zu tun, um Frauen und Kinder vor (sexueller) Gewalt zu schützen.

Im Januar 2010 liess die tschadische Regierung dem Uno-Sicherheitsrat den Antrag zukommen, das Mandat der Uno-Mission im Tschad und der Zentralafrikanischen Republik (MINURCAT) nicht zu verlängern. Dieses Mandat läuft am 15. März 2010 aus.

Sollte der Uno-Sicherheitsrat dem tschadischen Antrag statt geben, droht sich die Situation der 250’000 Flüchtlinge aus der sudanesischen Region Darfur und der 170’000 intern Vertriebenen weiter zu verschlechtern: Sie wären noch stärker als bisher Übergriffen seitens der zahlreichen tschadischen und sudanesischen Rebellen, Milizen, kriminellen Gruppierungen und tschadischer Sicherheitskräfte ausgesetzt.

Frauen und Mädchen werden bereits heute regelmässig Opfer von Gewalt und Vergewaltigung, insbesondere dann, wenn sie die Lager für Wasser oder Brennholz verlassen. Der Rückzug der Uno würde die Arbeit der internationalen Hilfswerke erschweren, welche die Flüchtlinge und die lokale Bevölkerung unterstützen.

Amnesty International setzt sich deshalb beim Uno-Sicherheitsrat dafür ein, das Mandat der MINURCAT solange weiterzuführen, bis die tschadische Regierung den klaren Beweis erbracht hat, dass es die Flüchtlinge und IDPs wirksam schützen will und kann. Gleichzeitig lanciert AI bis zum 15. März weltweit eine dringliche Online-Aktion: Fordern auch Sie vom tschadischen Präsidenten, sich verstärkt für den Schutz von Frauen und Kindern in den Flüchtlingslagern im Osten des Landes einzusetzen! Zur Online-Aktion

Quelle: AmnestyInternational

Subscribe / Share

Article by Andy

De omnibus dubitandum“ (lat.: An allem ist zu zweifeln) Andy tagged this post with: , , , , , , , , Read 135 articles by Andy
 It's very calm over here, why not leave a comment?

Schreibe einen Kommentar

Blog-Regeln

Bitte beachtet folgende Regeln: Beiträge und Kommentare, die hier veröffentlicht werden,
dürfen folgende Inhalte nicht enthalten

1) Inhalte, die das Persönlichkeitsrecht anderer verletzen,
2) Rassistische oder diskriminierende Inhalte
3) Gewaltdarstellung / verherlichung
4) Aufruf zur Gewalt oder Hetze
5) Pornografische Bilder, Darstellungen und/oder Texte
6) Inhalte die Urheberrechte, Schutzrechte oder Immaterialgueterrechte verletzen
7) Ebenso dürfen keine Inhalte publiziert werden, die bedrohend, missbräuchlich, belästigend, verleumderisch, vulgaer, hasserregend oder in sonstiger weise schädigend einzuordnen sind. Wir behalten uns vor, problematische Inhalte sofort zu löschen.
8) Eine Nutzung der Weblogs zu kommerziellen Zwecken ist nicht erlaubt,(aussnahme nur auf anfrage). Der Betreiber von© am-hainersee.de behaelt sich vor, Blog- und Werbespam (Casino, Erotik,
Pimmelpillen und sonstigen Spammüll ) gegebenenfalls kommentarlos zu löschen oder als solchen zu brandmarken.

Wir wünschen viel Spass beim bloggen




Spam Protection by WP-SpamFree

 

Bitte beachten Sie die Blog-Regeln!

Copyright-Hinweis: Texte und Informationen von dieser Website können grundsätzlich nur mit Quellenangabe weiterverwendet werden.

Creative Commons License  

 

 

No Comments…..

Nestlé, kein Palmöl aus Urwaldzerstörung! Nestlé, kein Palmöl aus Urwaldzerstörung!

Sponsor Links

..

Suche & Finde

Get Adobe Flash playerPlugin by wpburn.com wordpress themes